PoolbauerListe
Nahaufnahme einer aufgeschlagenen Wörterbuchseite, Symbolbild für das Glossar der Fachbegriffe rund um Poolbau

Glossar

Dieses Glossar erklärt die Begriffe, die rund um Poolbau, Schwimmbadtechnik & Gartenpools immer wieder auftauchen. Jeder Eintrag beginnt mit einer Definition in ein bis zwei Sätzen und nennt danach, worauf sie sich stützt.

29 Begriffe

Bundesverband Schwimmbad & Wellness e.V. (bsw)

Der Bundesverband Schwimmbad & Wellness e.V. (bsw) ist der Branchenverband für Poolbau, Schwimmbadtechnik und Wellness in Deutschland mit Sitz in Köln. Über seine Schwimmbadbau-Experten-Suche lassen sich Mitgliedsbetriebe nach Postleitzahl und Umkreis finden. Eine Mitgliedschaft ist freiwillig und ersetzt keine staatliche Zulassung, da Poolbau kein zulassungspflichtiges Handwerk ist.

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Sachkundenachweis im Poolbau

Poolbau ist in Deutschland kein eigenständiges, zulassungspflichtiges Handwerk mit einem zentralen öffentlichen Register, anders als etwa das Elektro- oder Sanitärhandwerk. Einen amtlichen Sachkunde- oder Meisternachweis gibt es deshalb nicht. Verlässlichster Hinweis auf Fachwissen ist die freiwillige Mitgliedschaft im Bundesverband Schwimmbad & Wellness e.V., die sich über dessen Experten-Suche prüfen lässt.

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Der OSM-Schlüssel shop=swimming_pool

shop=swimming_pool ist der OpenStreetMap-Schlüssel, unter dem dieses Verzeichnis seine Einträge bezieht. Das Wiki definiert ihn als Laden für Schwimmbadbedarf, der zusätzlich Pools, Saunen oder Whirlpools verkaufen und einbauen kann. Der Schlüssel fasst damit Beckenbau, Schwimmbadtechnik, Whirlpool- und Saunahandel in einer einzigen Kategorie zusammen.

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Baugenehmigung für den Gartenpool

Ob ein Gartenpool eine Baugenehmigung braucht, regelt die Landesbauordnung des jeweiligen Bundeslands, nicht ein bundesweit einheitliches Gesetz. Die Musterbauordnung nennt Schwimmbecken bis 100 Kubikmeter Wasserinhalt als Richtwert für Verfahrensfreiheit, einzelne Länder setzen eigene, teils niedrigere Grenzen. Bayern verzichtet seit Mai 2026 ganz auf eine feste Volumengrenze für Gartenpools.

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Landesbauordnung

Die Landesbauordnung ist das Landesgesetz, das die technischen, sicherheitsbezogenen und gestalterischen Anforderungen an Bauvorhaben regelt, darunter Abstandsflächen, Genehmigungsverfahren und Brandschutz. Weil Bauordnungsrecht in Deutschland Ländersache ist, hat jedes der 16 Bundesländer eine eigene Fassung. Alle orientieren sich an der gemeinsamen Musterbauordnung, weichen aber in Details voneinander ab.

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Musterbauordnung (MBO)

Die Musterbauordnung ist kein Gesetz, sondern eine von der Bauministerkonferenz der Länder erarbeitete Vorlage, an der sich die 16 Landesbauordnungen orientieren. Sie schafft einen gemeinsamen Kern, etwa den Richtwert von 100 Kubikmetern Wasserinhalt für verfahrensfreie Schwimmbecken, den einzelne Länder übernehmen, verschärfen oder wie Bayern inzwischen ganz aufheben.

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Grenzabstand zum Nachbarn

Einen bundesweit einheitlichen Mindestabstand für Gartenpools zum Nachbargrundstück gibt es nicht. Er ergibt sich aus der Landesbauordnung und einem örtlichen Bebauungsplan. In Nordrhein-Westfalen etwa greifen Abstandsflächen erst ab zwei Meter Höhe oder ab einem Meter bei begehbaren Anlagen, ein nicht fest verbundener Aufstellpool bis zwei Meter braucht dort 0,5 Meter Abstand.

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Stahlwandpool

Ein Stahlwandpool besteht aus einer Stahlwand auf einer Bodenschiene mit einer PVC-Folie als Innenauskleidung. Er lässt sich oberirdisch aufstellen oder teilweise bis vollständig eingraben und gilt nach den ausgewerteten Quellen als preisgünstige Variante mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Runde und oktogonale Modelle benötigen meist eine Betonplatte als Fundament, ovale Formen zusätzlich eine Wandabstützung.

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Betonpool

Ein Betonpool wird individuell vor Ort gemauert oder gegossen und lässt sich dadurch in nahezu jeder Form, Größe und mit eingebauten Sitzstufen oder Treppen planen. Die Bauzeit ist deutlich länger als bei einem Fertigbecken. Die Beckeninnenseite braucht eine Folie oder Beschichtung, die regelmäßig erneuert werden muss, dafür bietet Beton eine gute Wärmespeicherung.

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GFK-Pool (Fertigbecken)

Ein GFK-Pool ist ein werkseitig gefertigtes Fertigbecken aus glasfaserverstärktem Kunststoff mit fugenloser, glatter Oberfläche. Er wird als komplettes Stück angeliefert und eingesetzt, was Bauzeit spart, schränkt die Formauswahl aber auf die verfügbaren Modelle ein und begrenzt die Größe durch den Transport. Bei guter Pflege wird eine Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren angegeben.

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Edelstahlpool

Ein Edelstahlpool besteht aus geschweißten Edelstahlelementen und gilt als besonders langlebig und temperaturunempfindlich, mit einer Lebensdauer ab etwa 30 Jahren. Er lässt sich flexibler gestalten als ein Fertigbecken, verursacht aber höhere Kosten und eine längere Bauzeit. Die geschweißten Nähte machen die Reinigung aufwändiger, eine Wasseraufbereitung mit Salzelektrolyse ist wegen Korrosionsgefahr nicht geeignet.

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Styroporbecken (Styropor-Pool-Bausatz)

Ein Styroporbecken entsteht aus ineinandergesteckten Blöcken aus verdichtetem Styropor, die anschließend komplett mit Beton verfüllt werden, mit einer PVC-Folie als Innenauskleidung. Das Stecksystem lässt sich für Skimmer und Düsen passgenau zuschneiden und bietet eine gute Wärmedämmung der Beckenwand. Eine Betonbodenplatte als Fundament ist immer nötig, die Preisspanne eines Bausatzes liegt bei etwa 3.000 bis 7.000 Euro.

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Folienauskleidung

Eine Folienauskleidung aus PVC dichtet die Innenseite eines Beckens ab, das selbst nicht wasserdicht ist, etwa bei Stahlwand-, Styropor- und vielen Betonpools. Sie sorgt für eine glatte, hautfreundliche Oberfläche in unterschiedlichen Farben, ist aber ein Verschleißteil: je nach Sonneneinstrahlung, Wasserchemie und Pflege muss sie nach einigen Jahren erneuert werden.

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Sandfilteranlage

Eine Sandfilteranlage pumpt das Poolwasser durch einen Filterkessel mit Filtersand oder dem feineren AFM-Glas, das Schmutzpartikel zurückhält, und leitet es gereinigt zurück ins Becken. Ein Manometer zeigt den Verschmutzungsgrad an: steigt der Druck über 0,3 bar, ist eine Rückspülung fällig. Filtersand wird nach etwa 2 bis 3 Jahren, AFM-Glas nach etwa 5 Jahren ausgetauscht.

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Skimmer

Ein Skimmer ist ein Oberflächenabsauger an der Beckenwand, der schwimmenden Schmutz wie Blätter und Insekten mit dem Wasser ansaugt, bevor er sinkt, und ihn in einem Filterkorb auffängt. Von dort führt eine Leitung das vorgereinigte Wasser weiter zur Sandfilteranlage. Ein verstopfter Filterkorb mindert die Saugleistung und muss deshalb regelmäßig geleert werden.

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Mehrwegeventil

Das Mehrwegeventil sitzt am Filterkessel einer Sandfilteranlage und schaltet zwischen den Betriebsarten Filtern, Rückspülen, Nachspülen, Zirkulieren und Entleeren um. Beim Rückspülen kehrt es die Fließrichtung im Kessel um, sodass Wasser den festsitzenden Schmutz aus dem Filtermedium löst und über eine separate Leitung abführt, statt es zurück in den Pool zu leiten.

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Salzelektrolyse

Bei der Salzelektrolyse wird dem Poolwasser Salz in einer Konzentration von etwa 3 bis 5 Gramm pro Liter zugesetzt. Eine Elektrolysezelle im Wasserkreislauf wandelt das gelöste Salz elektrisch in Chlor um, das direkt im Wasser desinfiziert, ohne dass Chlor von außen zugegeben werden muss. Das Salz selbst wird dabei nicht verbraucht.

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Chlorung

Chlorung ist die klassische Wasserdesinfektion, bei der Chlorprodukte wie Tabletten, Granulat oder Flüssigchlor von außen ins Poolwasser dosiert werden. Sie ist unkompliziert in der Handhabung, mit geringen Anschaffungskosten für die nötige Technik verbunden und schadet anders als Salz keinen Metallteilen im Becken. Ersatzteile und Zubehör für Chlorpools sind breit verfügbar und vergleichsweise günstig.

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pH-Wert im Pool

Der pH-Wert misst, wie sauer oder basisch das Poolwasser ist. Für die Wasserpflege gilt ein Zielbereich von etwa 7,0 bis 7,4: darunter reizt das Wasser Augen und Haut und greift Materialien an, darüber verliert zugegebenes Chlor an Wirkung. Vor dem Winterfestmachen wird der Wert deshalb gezielt in diesen Bereich eingestellt.

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DIN EN 16713

DIN EN 16713 ist eine seit August 2016 gültige europäische Normenreihe für die Wasseraufbereitung privater Schwimmbäder. Sie legt in drei Teilen Anforderungen an Filtrations- und Umwälzsysteme, an die Beckenhydraulik sowie an Geräte und Mittel zur Wasseraufbereitung fest und schreibt Hygieneparameter vor. Ergänzt wird sie durch DIN EN 16582 zur Sicherheit gegen Ansaugstellen, gültig seit November 2015.

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Poolüberdachung

Eine Poolüberdachung ist ein festes, meist schiebbares Bauwerk aus Aluminium oder Polycarbonat über dem Becken, das je nach Bauform niedrig, mittelhoch oder begehbar hoch ausfällt. Sie verringert Wärmeverlust und Verdunstung des Wassers spürbar, verlängert dadurch die Badesaison und senkt laufende Heiz- und Reinigungskosten. Die Preise beginnen nach ausgewerteten Quellen bei etwa 3.000 Euro.

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Wärmepumpe für den Pool

Eine Pool-Wärmepumpe entzieht der Umgebungsluft über einen Verdampfer Wärme und gibt sie über einen Wärmetauscher an das durchgeleitete Poolwasser ab, nach demselben Prinzip wie eine Klimaanlage in umgekehrter Richtung. Wie effizient sie arbeitet, zeigt der COP-Wert: er liegt bei einfachen Modellen bis etwa 6, bei Inverter-Geräten bis etwa 20.

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Poolpumpe

Die Poolpumpe saugt das Wasser aus Skimmer und Bodenablauf an und drückt es durch den Filterkessel der Sandfilteranlage, bevor es gereinigt zurück ins Becken fließt. Idealerweise ist sie selbstansaugend und mit einem Vorfilterkorb ausgestattet, der grobe Fremdkörper vor dem eigentlichen Filter abfängt und die Pumpe vor Beschädigung schützt.

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Gegenstromanlage

Eine Gegenstromanlage erzeugt im Becken einen kräftigen, gleichmäßigen Wasserstrom, gegen den geschwommen wird, sodass Schwimmtraining auch in einem kurzen Pool möglich ist, ohne wenden zu müssen. In einem Swim-Spa mit Dual-Zone-Technik ist die Anlage fester Bestandteil der separaten Schwimmzone, die eigenständig auf 26 bis 30 Grad temperiert wird.

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Solarabsorber

Ein Solarabsorber ist ein unverglaster Kollektor aus schwarzen Kunststoffschläuchen, durch die die Poolpumpe das Wasser leitet. Die dunkle Oberfläche nimmt Sonnenstrahlung auf und gibt sie als Wärme an das durchfließende Wasser ab. Als Richtwert gilt eine Absorberfläche von etwa 50 bis 60 Prozent der Wasseroberfläche bei einem abgedeckten Becken, ohne Abdeckung mehr.

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Whirlpool

Ein Whirlpool ist ein kompaktes Wellnessbecken mit Massagedüsen für Hydrotherapie und Entspannung, dessen Wasser meist auf 36 bis 40 Grad gehalten wird. Die Größe reicht von kleinen, badewannenähnlichen Modellen bis zu Ausführungen für zehn Personen. Anders als ein Swim-Spa hat ein Whirlpool keine Gegenstromanlage und ist nicht auf Schwimmtraining ausgelegt.

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Swim-Spa

Ein Swim-Spa verbindet Whirlpool und Schwimmbecken in einem Gerät: eine kräftige Gegenstromanlage erzeugt einen Strom, gegen den geschwommen wird, während ein separater Wellnessbereich zur Entspannung dient. Hochwertige Modelle arbeiten mit zwei getrennt beheizten Zonen, etwa 26 bis 30 Grad zum Schwimmen und 36 bis 40 Grad im Spa-Bereich, ab rund vier Meter Länge.

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Gartensauna

Eine Gartensauna ist ein eigenständiges, wetterfestes Bauwerk im Garten, etwa als kompakte Fasssauna oder als klassisches Saunahaus mit Sattel- oder Pultdach. Sie besteht meist aus Massivholz mit Wandstärken zwischen 38 und 73 Millimetern und braucht einen tragfähigen Unterbau, einen Stromanschluss für den Saunaofen sowie eine geregelte Entwässerung.

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Poolwinterfestmachen (Überwinterung)

Poolwinterfestmachen bezeichnet die Maßnahmen, die einen Gartenpool vor Frostschäden schützen: Wasserwerte einstellen, Leitungen und Technik entleeren, Wasserstand absenken und das Becken abdecken. Als Richtwert gilt der Start, sobald die Wassertemperatur dauerhaft unter etwa 15 Grad fällt. Details in den einzelnen Schritten stehen im Ratgeber Pool winterfest machen.

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